Freitag, 20. März 2015
Selbstbewusstsein
Es ist ja mitlerweile bestimmt bekannt, dass es so etwas wie ein Selbstbewusstsein geben soll. Ich frage mich: Wie definiert sich das genau und wie verändert es die Verhaltensweise des Menschen.
Definieren wir mal diesen Ausdruck. Er ist im psychologischen nicht klar definiert, aber ich definiere ihn für mich mal folgendermaßen:
Selbstbewusstsein (sich selbst bewusst sein) heißt, man weiß wer man ist und was man hat, was man sich erlauben kann (körperlich wie geistig). Hat man ein hohes Selbstbewusstsein, hat man meistens auch ein erhöhtes Selbstwertgefühl.
Nimmt man nun zwei Testpersonen (Person A mit hohem Selbstbewusstsein und erhöhtem Selbstwertgefühl, Person B mit geringem Selbstbewusstsein und niedrigem Selbstwertgefühl) und vergleicht ihr Verhalten in der Öffentlichkeit unter fremden Menschen, so sieht man ganz klar einen Unterschied.
Szenerie "Party":
TP A bewegt sich frei, sicher. Körperhaltung aufrecht, Arme geöffnet, Kopf erhoben, Augenkontakt wird meist erwiedert.
Dieser Person wird es sehr leicht fallen, neue Leute kennen zu lernen, auch wenn sie nicht den ersten Schritt machen sollte, da ihre Körpersprache und Mimik offen und freundlich erscheint.
TP B bewegt sich langsam, unsicher. Körperhaltung leicht gekrümmt, Arme vor der Brust verschränkt, Kopf in leicht geduckter Haltung, Augenkontakt wird vermieden. (Auch oft schüchtern genannt).
Dieser Person wird es schwer fallen mit anderen Menschn in Kontakt zu treten, da sie selbst niemanden ansprechen wird und sie wahrscheinlich auch nicht genug Aufmerksamkeit auf sich richten kann, um angesprochen zu werden.

ABER: Ein, wie bei TP A, erhöhtes Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl können auch dafür sorgen, nicht angesprochen zu werden, da die Ausstrahlung solcher Menschen meist als unantastbar oder gar arrogant ausgelegt wird.
Genau so kann es sein, dass TP B öfter angesprochen wird, da sie für andere "leichte Beute" ist.

Es gibt wie in jeder Sozialstudie kein 100% korrektes Schema. Aber zu 80% könnte man dieses Verhaltensschema katalogisieren.

Man könnte sich nun die Frage stellen, wieso man in diese Muster fällt. Das schöne daran ist ja auch: Es gibt Menschen die dem Typ B entsprechen, dennoch agieren wie Typ A, um die Unsicherheit zu überspielen. Anders herum gibt es das ebenso, ist aber nicht so häufig verbreitet.
Spannend wird es, die "Schauspieler" zu durchschauen und zu ertappen. Und das ist in manchen Fällen gar nicht mal so einfach.

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